Sorgen erhöhen das Risiko für Sodbrennen
In einer im Herbst 2009 durchgeführten Studie der deutschen Versicherungswirtschaft1 gaben zwei von drei Deutschen an, dass sie mit einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage rechnen. Solche Einschätzungen beeinflussen auch die Bewertung der persönlichen Lage. 65 Prozent der Befragten hatten Angst vor steigender Arbeitslosigkeit, 48 Prozent sogar vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes.
Andauernde Unsicherheit führt bei immer mehr Menschen zu Ängsten und Anspannungen, die die Gesundheit negativ beeinflussen. Besonders der Magen reagiert bei vielen sensibel auf Angst und Stress.
Das belegt auch eine Studie des schwedischen Karolinska-Instituts von 20072. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass Menschen mit Sorgen oder Furcht ein 3,2-fach höheres Risiko für Refluxbeschwerden wie Sodbrennen oder saures Aufstoßen haben. Die medizinische Erklärung für diese Beobachtung ist nachvollziehbar: durch die dauerhafte Anspannung produziert der Magen deutlich mehr Magensäure. Diese kann in die Speiseröhre fließen und dort die Schleimhaut reizen. Die Symptome, ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein und Aufstoßen sauren Mageninhalts, beeinträchtigen oft erheblich die Lebensqualität.
Wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ungünstig sind, sollte man umso sorgfältiger auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden achten. Dazu zählen vor allem eine gesunde Ernährung, regelmäßige Entspannungsphasen, viel Bewegung und ausreichend Schlafen.
Im Bereich Vorbeugen auf sodbrennen.de finden Sie viele Anregungen, wie Sie es Ihrem Körper und Ihrer Seele gut gehen lassen können. Konkrete Hinweise zur Besserung akuten Sodbrennens finden Sie unter Hilfe bei Sodbrennen.
1 R+V Versicherung: „Die Ängste der Deutschen 2009“, Wiesbaden, September 2009.
2 Jansson C et al.: Severe gastro-oesophageal reflux symptoms in relation to anxiety, depression and coping in a population-based study. Aliment Pharmacol Ther 2007; 26(5): 683-691.
