Sodbrennen: Welche Symptome sind typisch?

Sodbrennen ist ein regelrechtes Volksleiden. Fast jeder kennt nach einem zu üppigen Mahl das unangenehme Brennen in der Speiseröhre. Erfahren Sie hier, wie Sodbrennen entsteht, welche begleitenden Symptome auftreten und was Sie dagegen tun können.

Die Symptome von Sodbrennen auf einen Blick:

  • saures Aufstoßen
  • Brennen hinter dem Brustbein
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Husten und/oder Halsschmerzen

Wie entsteht Sodbrennen?

Frau hält sich Bauch wegen Bauchschmerzen als Symptom von Sodbrennen
Sodbrennen gehört zu den säurebedingten Magenbeschwerden. Es entsteht immer dann, wenn aus dem Magen Säure in die Speiseröhre gelangt. Die Magensäure ist prinzipiell wichtig, denn sie hilft dabei, unsere Nahrung zu zerkleinern und für die Verdauung vorzubereiten. Die Magenwände sind gegen die sehr saure Magensäure geschützt – die Speiseröhre jedoch nicht. Der Mageninhalt reizt daher die empfindlichen Schleimhäute in der Speiseröhre, was Betroffene als das typische Brennen wahrnehmen.

Symptome von Sodbrennen sind unangenehm, aber meist harmlos

Betroffene empfinden Sodbrennen als einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein.
Hinzu kommen häufig:


Sodbrennen tritt in vielen Fällen spontan auf, beispielsweise, wenn wir zu viel oder zu hastig gegessen haben. Das ist eine durchaus normale Reaktion unseres Körpers. Bestimmte Lebensmittel wie

  • Fett,
  • Kaffee oder
  • Zucker
fördern zusätzlich die Säureproduktion im Magen, was dazu führen kann, dass überschüssige Säure in die Speiseröhre gelangt. In solchen Fällen ist das Sodbrennen eher als harmlos einzustufen. Leiden Betroffene regelmäßig unter Sodbrennen, also mindestens zweimal pro Woche, sollten sie einen Arzt hinzuziehen. Denn in diesem Fall kann eine Reflux-Erkrankung dahinter stecken. Hierbei ist der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nachhaltig gestört. Die Magensäfte können die Schleimhäute in der Speiseröhre dauerhaft schädigen und sogar das Krebsrisiko erhöhen.

Sodbrennen kommt oft nicht allein

Viele Patienten, die unter Sodbrennen leiden, berichten auch von anderen Beschwerden. Magenschmerzen sind beispielsweise ein klassisches Symptom, das zusammen mit Sodbrennen auftritt. Dies liegt daran, dass eine Übersäuerung auch den Magen aus dem Gleichgewicht bringt. Völlegefühl, Übelkeit, häufiges Aufstoßen oder Druck im Bauch sind daher keine Seltenheit bei Sodbrennen-Patienten.

Husten und Halsschmerzen durch Magensäure

Auch Symptome wie Husten und Halsschmerzen treten häufig zusammen mit Sodbrennen auf. Das liegt unter anderem daran, dass die Reizung in der Speiseröhre einen Hustenreflex auslöst. Manchmal gelangen Mageninhalte sogar wieder zurück in den Rachenraum, wo sie eine Rachen- oder Kehlkopfentzündung auslösen können. Die typischen Symptome sind dann Halsschmerzen, Heiserkeit oder Stimmverlust.

Viele Menschen verwechseln diese Beschwerden mit einer Virusinfektion oder einer einfachen Erkältung, denn säurebedingter Husten und Halsschmerzen können auch ohne das typische Brennen bei Sodbrennen auftreten. Hintergrund ist dann meist eine Reflux-Erkrankung, bei der dauerhaft Mageninhalte zurück in die Speiseröhre fließen. Ohne Sodbrennen spricht man vom stillen Reflux.

Wie sieht die Behandlung von Sodbrennen aus?

Haben Sie ständig oder regelmäßig mit Sodbrennen und begleitenden Symptomen zu kämpfen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann klären, ob eine Änderung der Ernährung (fetthaltiges Essen, unregelmäßige Mahlzeiten) und der Lebensgewohnheiten (Rauchen, Stress) bereits ausreichen, um eine Besserung zu erzielen. Auch durch verschiedene Medikamente wie säurehemmende Präparate kann akutes Sodbrennen gut behandelt werden.

Wenn erste Therapieansätze keine Linderung bringen, kann eine Magenspiegelung aufschlussreich sein. Die Untersuchung ist zwar für den Patienten etwas unangenehm – wenn auch schmerzfrei – liefert dem behandelnden Arzt aber wichtige Erkenntnisse über den Zustand des Magen-Darm-Trakts.Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: Diagnose durch Magenspiegelung >>

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