Zu viel Magensäure oder zu wenig: Welche Symptome treten auf und was hilft?

Die Magensäure ist eigentlich eine sehr nützliche Flüssigkeit, die Krankheitserreger abtötet und eine wesentliche Rolle beim Verdauungsprozess spielt. Wird jedoch zu viel oder zu wenig von ihr gebildet, können Probleme wie Magengeschwüre oder Verdauungsstörungen auftreten. Auch Magensäure am falschen Ort, zum Beispiel in der Speiseröhre, kann aufgrund ihrer Aggressivität Beschwerden auslösen. Lesen Sie jetzt, woran Sie eine Über- oder Unterproduktion von Magensäure erkennen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Die Symptome von zu viel Magensäure:


Die Symptome von zu wenig Magensäure:

  • Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Durchfall
  • vermehrte Infekte
  • Mangelerscheinungen

Was ist überhaupt Magensäure und wozu brauchen wir sie?

zu viel Magensäure verursacht lästige Symptome
Bestimmte Zellen im Magen produzieren rund zwei bis drei Liter Magensaft täglich. Er besteht neben Wasser, Schleimstoffen, einem Puffersystem und dem sogenannten Intrinsic Factor (ermöglicht die Aufnahme von Vitamin B12) auch aus Salzsäure – der Magensäure.

Die Magensäure wird von Zellen in der Magenschleimhaut gebildet, und zwar immer dann, wenn bestimmte Reize auftreten: Die Nahrungsaufnahme selbst gehört natürlich dazu, es reichen aber auch schon Anblick und Geruch einer köstlichen Mahlzeit. Sobald die aufgenommene Nahrung im Magen ankommt, kümmert sich die Magensäure um die Vorbereitung auf die Verdauung. Sie greift hierfür die Struktur der Eiweiße an und tötet Viren und Bakterien ab, die mit der Nahrung in den Magen gelangt sind.

Die Magensäure ist dabei so aggressiv, dass sie tatsächlich den Magen verdauen könnte. Das verhindert jedoch die schützende Schleimhaut, welche die Magenwand vollständig überzieht und so den Magen von der Säure sicher abschirmt.

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Was passiert, wenn zu viel oder zu wenig Magensäure gebildet wird?

Wenn die Zellen zu viel Magensäure bilden, ist der Schutz der Magenschleimhaut nicht mehr gewährleistet – der Magen übersäuert (sogenannte Hyperazidität).

Folgende Auslöser können hierfür infrage kommen:


Übersäuert der Magen nur kurzzeitig, ist dies in der Regel nicht weiter problematisch. Bleibt diese Situation jedoch länger bestehen, kann das Folgen wie eine Magenschleimhautentzündung, ein Magen- oder ein Zwölffingerdarmgeschwür haben. Zudem ist es möglich, dass die Magensäure nicht im Magen bleibt, sondern hochkommt und unangenehmes Sodbrennen verursacht.

Grund für eine verminderte Bildung von Magensäure kann etwa die langanhaltende Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten sein. Ebenso kann Blutarmut mit Vitamin-B12-Mangel oder ein operativer Eingriff im Bereich des Magens dahinterstecken. Typischerweise führt zu wenig Magensäure zu Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und/oder Durchfall. Durch den Mangel an Magensäure kann der Nahrungsbrei im Magen nicht vernünftig zerkleinert werden – viel zu große Bestandteile gelangen in den Darm, was die Beschwerden hervorruft.

Behandlung von zu viel oder zu wenig Magensäure

Die Behandlungsmöglichkeiten bei zu viel Magensäure:

Bei zu wenig Magensäure können ebenfalls Medikamente zum Einsatz kommen, allerdings nur solche, welche die Magensäureproduktion ankurbeln. Daneben ist es auch hier ratsam, die Lebensgewohnheiten ein wenig zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen. Bei Verdacht auf zu wenig Magensäure sollten Sie einen Arzt aufsuchen, er kann Ihre Vermutung bestätigen oder widerlegen und eine geeignete Therapie einleiten.

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