Symptom-Checkliste: Leiden Sie unter Sodbrennen?
Um schnell und einfach zu ermitteln, wie es um Ihr Sodbrennen-Risiko bestellt ist, beantworten Sie sich die folgenden Fragen:
- Verspüren Sie regelmäßig brennende Schmerzen im Brust- oder Halsbereich?
- Müssen Sie häufig aufstoßen?
- Bemerken Sie ab und zu Mundgeruch bei sich?
- Haben Sie des Öfteren einen schlechten Geschmack oder vielleicht sogar übelschmeckende Flüssigkeit im Mund?
- Müssen Sie sich ständig räuspern?
- Husten Sie häufig?
- Erkranken Sie oft an Kehlkopfentzündungen?
- Klingt Ihr Atmen pfeifend?
- Weisen Ihre Zähne Schäden auf beziehungsweise leiden Sie unter Zahnschmerzen oder ähnlichen Beschwerden?
- Verspüren Sie immer wieder eine aufkommende Übelkeit?
- Treten oftmals Schluckbeschwerden auf?
Haben Sie mehr als die Hälfte dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einer Reflux-Erkrankung leiden. Dabei fließt ein Teil des Inhalts des Magens zurück in die Speiseröhre und verursacht ein starkes Brennen. Eine Möglichkeit, um schnell gegen Sodbrennen vorzugehen, sind freiverkäufliche Mittel wie Fluxan LiquidAnzeige, mit dem biologischen Wirkstoff Alginat.
Jedoch ist das nicht unbedingt die einzige Beschwerde: In manchen Fällen ist Reflux gar nicht so einfach zu bestimmen. Dann treten statt des charakteristischen Sodbrennens viele weitere, unspezifische Symptome (wie in der Checkliste oben) auf.
Bis der eigentliche Übeltäter aufgespürt ist, dauert es dann oftmals einige Zeit — was für die Betroffenen zu einer Belastungsprobe werden kann.
Die Neigung zu einem Rückfluss der Magensäure kann genetisch, aber auch durch Faktoren wie einen Zwerchfellbruch oder eine ungesunde Lebensweise bedingt sein. Egal, welcher Auslöser auf Sie zutrifft: Bei Verdacht auf eine Reflux-Erkrankung sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen – er kann die passende Behandlung etwa mit Medikamenten) empfehlen, um das Risiko für Folgeerkrankungen möglichst gering zu halten.
Sodbrennen und das Herz: Die Unterschiede zum Herzinfarkt
Im akuten Schmerzfall — wenn also die Intensität der Schmerzen so stark ansteigt, dass selbst der Arzt nicht mehr so einfach zwischen Sodbrennen und Herz-Problemen unterscheiden kann — sind Beschwerden wie Mundgeruch, Übelkeit oder Husten natürlich nebensächlich.
Erst mittels eines EKG (Elektrokardiogramm), das die Herzströme messen und den Herzrhythmus grafisch darstellen kann, sowie weiterer kardiologischer Untersuchungen, lässt sich eine zuverlässige Diagnose stellen.
Als ersten Anhaltspunkt können Sie selbst aber bereits die folgende Unterscheidung der Beschwerden heranziehen:
Sodbrennen | Herzinfarkt / Angina pectoris (Brustenge) |
Tritt unabhängig von körperlicher Aktivität auf – besonders häufig im Liegen | Äußert sich oft bei körperlicher Aktivität |
Änderung der Körperhaltung kann die Symptome beeinflussen (beispielsweise Verschlimmerung durch Liegen) | Körperhaltung nimmt keinen Einfluss auf die Beschwerden (Erholung kann allerdings die Schmerzen lindern) |
Entsteht oftmals nach dem Essen | Unabhängig von den Mahlzeiten |
Schmerz strahlt nicht aus | Schmerz kann in Richtung Hals, Kiefer, Oberarme und Oberbauch ausstrahlen |
Kann unter anderem von Husten, Übelkeit und Heiserkeit begleitet sein | Tritt unter Umständen mit Brustenge, Benommenheit oder Übelkeit auf |
Trotzdem gilt: Sind Sie sich unsicher, ob Ihre starken Schmerzen durch Sodbrennen oder einen Herzinfarkt entstanden sind, gehen Sie kein unnötiges Risiko ein. Besteht der Verdacht, dass Sie selbst oder eine andere Person im Umfeld einen Herzanfall haben, rufen Sie sofort den Notarzt (112).
Bis zum Eintreffen des Arztes liegt es an Ihnen, den Betroffenen zu versorgen. Sprechen Sie mit ihm und versuchen Sie ihn zu beruhigen. Schirmen Sie ihn am besten vor neugierigen Blicken oder aufgeregten Passanten ab. Ist er nicht ansprechbar und atmet nur sehr unregelmäßig oder gar nicht führen Sie eine Herz-Lungen-Massage durch.
Dazu machen Sie beim Betroffenen den Oberkörper frei und legen beide Hände übereinander auf das Brustbein. Mit einer Frequenz von etwa 100 bis 120 Mal pro Minute — beziehungsweise zum Rhythmus des Songs „Stayin' Alive“ von den BeeGees — drücken
Sie den Brustkorb nun wiederholt kräftig und mit ausgestreckten Armen nach unten.1 Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis das Rettungspersonal eintrifft.
Ähnlich wie Sodbrennen — welche weiteren Krankheiten gibt es?
Neben einem möglicherweise zugrundeliegenden Herzinfarkt können auch verschiedene andere Krankheiten Symptome hervorrufen, die denen von Sodbrennen recht ähnlich sind. Beispielsweise gehören dazu:
- Verkrampfungen der Speiseröhre (Ösophagusspasmus): Hier kommt es zu besonders langen oder übermäßig starken Muskelbewegungen in der Speiseröhre oder am Speiseröhrenschließmuskel (Ösophagussphinkter). In der Folge sind Beschwerden wie ein Rückfließen von Magensäure, Schluckbeschwerden oder brennende Schmerzen in der Brust möglich.
- Magengeschwür (Ulcus ventriculi): Wird die schützende Schleimhaut im Magen verletzt — oftmals durch ein Zuviel an Magensäure oder das Virus Helicobacter pylori — kann sich an der Stelle ein Geschwür (Ulkus) bilden. Symptome wie Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, saures Aufstoßen oder Übelkeit gehen oftmals mit dieser Erkrankung einher.
- Gallensteine: Sammeln sich Kristalle (überwiegend bestehend aus Cholesterin) in der Gallenblase oder den Gallengängen an — wo sie den Fluss der Gallenflüssigkeit stören — treten Beschwerden auf. Diese reichen von einem Völle- oder Druckgefühl über Übelkeit und Erbrechen bis hin zu krampfartigen Schmerzattacken im mittleren und rechten Oberbauch (Gallenkoliken).
Leiden Sie unter einigen der genannten Beschwerden, ist es in jedem Fall ratsam, möglichst zeitnah ärztlich abklären zu lassen, welche Ursachen dahinterstecken. In der Regel kann den zugrundeliegenden Krankheiten mit der entsprechenden Behandlung durch einen Gastroenterologen gut begegnet werden und Sie genießen bald wieder eine beschwerdefreie Zeit.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Sodbrennen oder Herzinfarkt
Um festzustellen, ob Sie an Sodbrennen leiden, gibt es eine Reihe von Fragen als Hilfestellung. Beispielsweise gehören dazu Fragen wie: Verspüren Sie regelmäßig brennende Schmerzen in der Brust? Müssen Sie häufig aufstoßen? Husten Sie häufig? Beantworten Sie mehr als die Hälfte der unten stehenden Fragen der Symptom-Checkliste mit „Ja“, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Sodbrennen.
Als erster Indikator kann beispielsweise herangezogen werden, dass Sodbrennen unabhängig von körperlicher Aktivität auftritt, während sich ein Herzinfarkt beziehungsweise Angina pectoris (Brustenge) oft bei körperlicher Anstrengung äußert. Zudem strahlt Sodbrennen in der Regel nicht weiter aus — ein Herzinfarkt kann jedoch in Richtung Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen. Zur genauen Abklärung und Diagnose sollte jedoch stets eine ärztliche Untersuchung stattfinden.
Unter anderem können Verkrampfungen der Speiseröhre (Ösophagusspasmus), Geschwüre im Magen (Ulcus ventriculi) oder Gallensteine zu vergleichbaren oder zumindest sehr ähnlichen Beschwerden führen. Daher ist es in jedem Fall ratsam, möglichst zeitnah ärztlich abklären zu lassen, welche Ursachen hinter den vorliegenden Beschwerden stecken.