Wie entsteht Speiseröhrenkrebs?


Man unterscheidet beim Speiseröhrenkrebs zwei verschiedene Arten: Die Plattenepithelkarzinome und die Adenokarzinome.

Erstere entstehen in der Schleimhaut, die unsere Speiseröhre auskleidet. Die Tumoren können in der gesamten Speiseröhre auftreten. Die Ursachen für diese Krebsform sind bis heute noch weitgehend ungeklärt. Allerdings zeigen Studien, dass 75 Prozent der Patienten rauchen und verstärkt Alkohol konsumieren.

Sodbrennen und Speiseröhrenkrebs


Speiseröhrenkrebs kann sich durch Sodbrennen entwickeln

Speiseröhrenkrebs tritt häufig bei Menschen auf, die an einer Reflux-Erkrankung leiden.

Das bedeutet, dass der Schließmuskel der Speiseröhre nicht mehr einwandfrei funktioniert, und ständig Säure aus dem Magen oder sogar aus der Galle in die Speiseröhre gelangt. Das macht sich durch regelmäßiges Sodbrennen bemerkbar.

Über die Jahre hinweg schädigt die Säure jedoch die Schleimhaut. Der Körper produziert als Reaktion in der Speiseröhre weniger empfindliche Zellen, wie sie eigentlich in der Magenschleimhaut zu finden sind.

Diese Zellveränderung verkürzt im Grunde die Speiseröhre. Man spricht auch vom Barrett-Ösophagus. Dabei handelt es sich bereits um eine Vorstufe für Speiseröhrenkrebs.

Faktencheck

  • Patienten, die diese Zellveränderung (Barrett-Ösophagus) aufweisen, erkranken fünfzigmal häufiger an Speiseröhrenkrebs.
  • Während die Anzahl der Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom rückläufig ist, nimmt keine andere bösartige Tumorerkrankung derzeit so stark zu wie das Adenokarzinom.

Speiseröhrenkrebs durch falsche Ernährung?


Auch wenn die Studien noch keine eindeutigen Zusammenhänge zulassen, gibt es doch wissenschaftliche Hinweise darauf, dass die Ernährung das Entstehen von Speiseröhrenkrebs beeinflusst.

So klagen beispielsweise fettleibige Menschen, deren Übergewicht vorwiegend am Bauch sitzt, deutlich häufiger über Sodbrennen als Normalgewichtige. Das liegt daran, dass Übergewicht Druck auf den Magen ausübt und somit Sodbrennen auslöst.

Fetthaltige Speisen fördern außerdem die Produktion von Magensäure, was ebenfalls saures Aufstoßen begünstigt.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie wenig Fett kann daher dazu beitragen, Speiseröhrenkrebs vorzubeugen.

Warnsignale für Speiseröhrenkrebs: Symptome


Am Anfang macht sich Speiseröhrenkrebs mit eher weniger schlimmen Symptomen bemerkbar. Darum wird diese Krebserkrankung leider viel zu häufig erst so spät diagnostiziert, dass der Krebs bereits gestreut hat. Um die Überlebenschancen zu erhöhen, ist es daher sehr wichtig, auch die ersten Anzeichen ernst zu nehmen. Dazu gehören:

Tritt plötzlich ein unerklärlicher Gewichtsverlust auf, kann dieses Symptom bereits auf Speiseröhrenkrebs im fortgeschrittenen Stadium hinweisen. Dann klagen viele Patienten auch über Heiserkeit und Schmerzen in der Speiseröhre.

Die Behandlung von Speiseröhrenkrebs


Die Diagnose wird meist im Rahmen einer Magenspiegelung gestellt. Dabei führt der Arzt einen flexiblen Kunststoffschlauch, der mit einer Kamera ausgestattet ist, über den Rachen ein. So kann der Arzt über einen angeschlossenen Monitor die Veränderungen der Schleimhaut begutachten.

Je nach Stadium schließt sich eine entsprechende Therapie an. Bei einem Tumor, der oberflächlich an der Schleimhaut sitzt, kann eine endoskopische Entfernung durch den Hals ausreichen. Ist der Tumor bereits sehr stark gewachsen, ist möglicherweise ein größerer Eingriff erforderlich.

Vorab ist unter Umständen eine Chemotherapie ratsam, um den Tumor zu verkleinern. In Deutschland gibt es spezielle Zentren, die sich auf Speiseröhrenkrebs spezialisiert haben, und in diesem Bereich forschen.

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