Fachbegriffe
Medizinische Themen bringen viele Fachbegriffe mit sich. Auf dieser Seite werden die wichtigsten Begriffe aus dem Themenbereich „Sodbrennen“ allgemein verständlich erläutert. Klicken Sie einfach auf einen Begriff, um die Erklärung einzublenden.
Gastroskopie
Magenspiegelung zur Untersuchung des oberen Bereichs des Verdauungssystems. Mit Hilfe eines speziellen Schlauchs ist es möglich, das Innere der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens und des Zwölffingerdarms (Duodenum) anzusehen und Gewebeproben zu entnehmen. Die Untersuchung wird auch als Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) bezeichnet.
GERD
Refluxkrankheit (Gastro Esophageal Reflux Disease). Siehe Gastroösophagealer Reflux.
H2-Blocker
(auch H2-Rezeptor-Antagonist) Eine pharmazeutische Wirkstoffklasse, die die Bindestellen von Histamin H2, einem wichtigen Botenstoff für die Bildung und Freisetzung der Magensäure, besetzt. Durch diese Blockade produzieren die Belegzellen der Magenschleimhaut weniger Säure. Für eine kurzzeitige Anwendung von max. 14 Tagen sind H2-Blocker in niedriger Dosierung rezeptfrei erhältlich. In höherer Dosierung sind sie verschreibungspflichtig.
Hiatus-Hernie
(auch Zwerchfellbruch)
Die Verlagerung von Magenanteilen in die Brusthöhle. Brust- und Bauchhöhle werden durch das Zwerchfell voneinander getrennt. Die Speiseröhre gelangt gewöhnlich durch eine schmale Öffnung im Zwerchfell in den Bauchraum. Bei der Hiatus-Hernie ist diese Öffnung erweitert und Teile des Magens können durch sie hindurch treten. Magensaft fließt dann leichter in die Speiseröhre zurück, Refluxbeschwerden wie Sodbrennen oder Aufstoßen sind die Folge.
Magensaft
Die von der Magenschleimhaut bzw. ihren Drüsen abgesonderte wasserklare Flüssigkeit, die insbesondere für die Verdauung von Eiweiß unerlässlich ist. Durchschnittlich werden ca. 2 Liter des sauren Sekrets (pH-Wert: 0,9 - 1,5) pro Tag gebildet. Der Magensaft enthält u. a. Salzsäure und Enzyme (z. B. Pepsin), mit deren Hilfe die Nahrung aufgeschlossen wird. Außerdem wirkt die Magensäure keimabtötend, das heißt, sie vermag aufgenommene Bakterien unschädlich zu machen. Die Innenwand des Magens ist mit einem Schleim überzogen, die sie vor der Säure schützt.
Protonenpumpeninhibitor (PPI)
(auch PPI oder Protonenpumpenhemmer)
Eine pharmazeutische Wirkstoffklasse, die in den Belegzellen der Magenschleimhaut ein Enzym blockiert, das die Magensäure ins Mageninnere pumpt. Diese Protonenpumpe bildet den letzten Schritt in der Produktion der Magensäure. Alle Substanzen dieser Wirkstoffgruppe waren bis vor kurzem rezeptpflichtig. Seit 1. August 2009 sind PPIs mit dem Wirkstoff Omeprazol und einer Tagesdosierung von maximal 20 mg Omeprazol zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen rezeptfrei erhältlich.
Salzsäure
Starke Säure aus Wasserstoff und Chlor (HCl) und wichtiger Bestandteil des Magensaftes. Konzentrierte Salzsäure enthält ca. 37 % HCl, verdünnte ca. 10 %. Im menschlichen Magensaft findet sich Salzsäure mit einem Anteil von 0,15 bis 2 %. Sie sorgt u. a. für die Abtötung vieler Keime, die mit der Nahrung in den Magen gelangen.
Sphinkter (ösophagealer)
Medizinischer Ausdruck für Speiseröhren-Schließmuskel. Der Beginn der Speiseröhre im Rachen als auch das Ende vor dem Magen werden jeweils von einem ringförmigen Schließmuskel (= oberer und unterer Ösophagus-Sphinkter) begrenzt. Dem unteren Ösophagus-Sphinkter kommt eine wichtige Schutzfunktion zu: wie ein Rückschlagventil verhindert er das Aufsteigen von saurem Magensaft in die Speiseröhre (= Reflux). Fließt dennoch einmal saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurück, dann wird er rasch wieder in den Magen zurückbefördert. Dieser Vorgang wird als Reinigungsfunktion der Speiseröhre bezeichnet. Bei vielen Patienten mit Sodbrennen ist die Funktion des unteren Sphinkters gestört.
